Heißarbeiten wie Schweißen, Trennschleifen oder Löten erzeugen Funkenflug und hohe Temperaturen – ein erhebliches Brandrisiko, besonders in Bestandsgebäuden oder auf Baustellen. Viele Versicherer und Auftraggeber verlangen deshalb vor Beginn solcher Arbeiten einen sogenannten Erlaubnisschein für Heißarbeiten. Doch was muss darin eigentlich stehen?
Zweck des Erlaubnisscheins
Der Erlaubnisschein dokumentiert, dass der Arbeitsbereich vor Beginn der Heißarbeiten auf Brandgefahren geprüft wurde und welche Schutzmaßnahmen getroffen wurden. Er dient sowohl der Absicherung des ausführenden Betriebs als auch dem Nachweis gegenüber Versicherern, dass die notwendige Sorgfalt eingehalten wurde.
Diese Angaben sollte er enthalten
Ein vollständiger Erlaubnisschein umfasst in der Regel: den genauen Ort und Zeitraum der Arbeiten, die Art der durchgeführten Tätigkeit (z. B. Schweißen, Trennschleifen), eine Beschreibung der getroffenen Schutzmaßnahmen (z. B. Entfernung brennbarer Materialien, Abdeckung von Öffnungen), Angaben zu bereitgestellten Löschmitteln, sowie die Unterschrift der verantwortlichen Person und – falls eingesetzt – der Brandwache.
Rolle der Brandwache
Bei genehmigungspflichtigen Heißarbeiten ist häufig zusätzlich eine Brandwache vorgeschrieben, die den Arbeitsbereich vor, während und nach der Tätigkeit überwacht. Gerade die Nachkontrolle ist wichtig, da ein Großteil der Brände bei Heißarbeiten erst zeitverzögert entsteht, wenn Glutnester unbemerkt weiterschwelen. Unsere Brandwache unterstützt Sie dabei, den Erlaubnisschein korrekt auszufüllen und die dokumentierten Schutzmaßnahmen tatsächlich umzusetzen.

